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Nur fünf Kilometer vom Gardasee entfernt, auf den moränischen Hügeln, befindet
sich Lonato del Garda, ein Städtchen reich an Denkmälern, überraschend für sein
bewahrtes Aussehen antiken Ortes.
Lonato del Garda darf sich herrlicher architektonischer Schönheiten rühmen, wie
z.B. der schönen Basilika des achtzehnten Jahrhunderts, des aus dem sechzehnten
Jahrhundert stammenden Turmes „Torre Maestra“ und der imposanten Burg „Rocca“,
stolzes Zeugnis der langen Herrschaftsperiode der venezianischen Republik, Sitz
des Ornithologischen Museum und auch Sitz der Stiftung Ugo da Como, eines der
best erhaltenen Haus-Museen in Italien.
Der entzückende Ort erweist sich geeignet für Seeurlaube und befriedigt mit seinem
schönen Strand, der Gastfreundschaft, der hervorragenden Küche und der modernen
Sport- und Vergnügungsausrüstungen, Wünsche und Interessen jeder Art.
Nicht zu versäumen:
Venezianische Säule: befindet sich am Hauptplatz und an ihrer Spitze kann man den Löwen des Heiligen
Markus sehen, als Zeugnis der langen venezianischen Herschafft über die Stadt,
errichtet mit einigen Unterbrechungen in der Periode vom 1441 und 1796 N.Ch.
Torre Civica: errichtet im Jahre 1555, überragt die Stadt mit ihrem Zinnenkranz, die aber auf
den 19.Jahrhundert zurückzuführen sind. Innen kann man den Uhrmechanismus bewundern.
Basilika Minore: unglaubliches Beispiel von Barockarchitektur. Sehenswert sind die Kuppel und
die mit Marmorelementen dekorierte Fassade. Die Kirche ist drei Mal wiederaufgebaut
worden, 1980 erhielt sie von Papst Johannes Paul II den Titel von „Basilica Minore“
und die dazugehörigen Privilegien.
Burg der Viskonten und Venedig: diese Burg wurde wahrscheinlich um das Jahr Tausend errichtet, als man in der ganzen Region Festungen gegen die Barbaren baute, wurde aber dann von der Familie der Visconti, Herren von Mailand, in den XIV. und XV. Jahrhunderten komplett vernichtet. Im Jahre 1912 ist sie zum nationalen Denkmal erklärt worden und beherbergt heute einen Saal für Veranstaltungen und Konferenzen und das Ornithologische Museum.
Romanische Pfarrkirche des Heiligen Zeno: liegt auf einem einsamen Hügel, der das Zentrum der antiken Siedlung von Lonato
del Garda war. Es handelt sich um die älteste und eine der wertvollsten Kirchen
von Lonato del Garda. Im 13. Jahrhundert wurde sie auf den Resten der primitiven
Kirche, die wahrscheinlich im 5. Jahrhundert gebaut worden war, errichtet und
bewahrt noch die originale romanische Apside und im Inneren Spuren von frühmittelalterlichen
Fresken.
Fondazione Ugo da Como
DAS HAUS DES PODESTA’
Das Haus des Podestà wurde gegen Mitte des 15. Jahrhunderts gebaut als Sitz der Vertreter der venezianischen Republik, die hier für mehr als 350 Jahre regierten.
Von 1440 bis 1796 wurde Lonato von der Republik Venedig beherrscht.
Nachdem Napoleon die venezianische Republik den Österreichern überließ, wurde das Haus erst als Kaserne benutzt und danach sich selbst überlassen.

Im Jahr 1906 erstand der Richter Ugo Da Como das Haus in einer öffentlichen Versteigerung und, sich der historischen Bedeutung bewusst, ließ er das Haus vom Architekten Tagliaferri originaltreu renovieren.
Die Absicht des Auftraggebers war, dem alten Haus die antike Würde zurückzugeben und es als Museum einzurichten wie es zwischen 1800 und 1900 Mode war. Die Eigenart dieses Museums besteht darin, das es die Identität eines bürgerlichen Hauses der Jahrhundertwende beibehalten hat. Das Haus wurde bis 1944 bewohnt.
Die Gallerie
In der Gallerie sind überall die Wappen der bedeutesten Familien Brescias zu
sehen, die als Lonato Podestà besaßen.
Die Gallerie, die wahrscheinlich aus einem Laubengang entstanden ist, wird von
einigen bedeutenden Möbelstücken, wie die großen Truhen aus dem 16. Jahrhundert,
beherrscht. Der große Schrank lombardischer Herkunft ist dagegen aus dem 18. Jahrhundert.
Über diesem ist ein Altarbild angebracht, das die Jungfrau Maria, Franzisco von
Assisi, und andere Andächtige darstellt. In den Fresken erkennen wir vier Söldnerführer
der Familie Orsini, sie werden dem Maler Ferramola zugeschrieben. Fünf Amphoren
aus dem 1. Jahrhundert vor Christi und ein Bronzemörser aus dem 16. Jahrhundert
vervollständigt die Einrichtung. Am Ende der Gallerie gelangt man in das Arbeitszimmer
des Senators.
Das Arbeitszimmer des Senators
Dieses Zimmer wird von einem großen dreibögischem Fenster erhellt, eindeutige Huldigung an den Zeitraum der Herrschaft Venedigs.
Die vielfarbige Holzdecke aus dem 15. Jahrhundert ist wunderschön und wurde um
die Jahrhundertwende restauriert. Über dem Schreibtisch hängt ein Portrait der
toskanischen Großherzogin Cristina di Lorena aus dem 17. Jahrhundert. Auf der
gegenüber liegenden Seite sehen wir ein Gemälde des späten 17. Jahrhunderts, das
Jakob, der den Sohn Josephs beweint, darstellt – An den Wänden hängen Ernennungsurkunden
und Würdigungen des Senators Ugo Da Como.
Der Rote Saal
Der Rote Saal ist das große Wohnzimmer des Hauses. Hier befinden sich einige der wichtigsten Gemälde der Sammlung. Es handelt sich hauptsächlich um Bilder lombardischer und venezianischer Maler. Im Zentrum des Fußbodens erscheint das Wappen Brescias; die Löwin. Der große Marmorkamin aus dem 16. Jahrhundert wurde auf dem Antiquitäten markt erstanden und für diesen Saal zugerichtet. An der Hauptwand fällt das große Gemälde „Samson und die Philister“ auf. Es stammt aus dem 16. Jahrhundert und ist unbekannter Herkunft. Was die Einrichtung betrifft, stammt hauptsächlich aus dem 18 Jahrhundert.
Die zwei Maiolicavasen auf der Anrichte stammen aus dem 18. Jahrhundert und wurden
in Savona (Ligurien) produziert. Die Marmor Büste in der Ecke stellt Cicero dar
und ist ein Geschenk des Lehrers und Freundes Giuseppe Zanardelli an Senator Ugo
Da Como.
Der Damensalon
Der Damensalon der Frau Maria Da Como geb. Glisenti enthält einige wertvolle Kunstgegenstände. Zwischen den Miniaturportraits können wir den Herzog von Cavour, König Viktor Immanuel II, Napoleon und den Senators betrachten. Über der Bank hängt ein wundervolles Landschaftsgemälde des Malers Marco Ricci und stammt aus dem 17. Jahrhundert.
Auch in diesem Raum können wir eine wunderschöne Holzdecke bewundern, die auf einem Antiquitätenmarkt erstanden wurde und mit Gesichtern, fantastischen Tieren und Allegorien geschmückt ist. Sie Stammt aus dem 15. Jahrhundert.
Die Einrichtung besteht aus eleganten Möbeln des 18. Jahrhunderts. Das Porzellan,
das im Salon ausgestellt ist, kommt aus Deutschland und Neapel (Capodimonte).

Der älteste Saal des Hauses
Ugo Da Como wollte hier ein Speisezimmer des 15em Jahrhunderts darstellen. Er
hat’s geschafft dank der Holzdecke aus dem frühem 15em Jahrhundert und dank des
Kamins aus dem 15em. Wunderschön sind die Apothekenvasen auf den Holzpanelen.
Fallen ins Auge die 3 Almosenteller auf der Anrichte und die 2 Hochzeitstruhen.
Neben dem Kamin gibt es eine Öllampensammlung aus Bronze.
Das Eßzimmer
Vier große runde Keramikplatten über den Türen mit einer Öllampe, einer geflügelten
Weltkugel, einer Urne und einer Schlange stellen symbolisch den Beginn, den Verlauf,
den Tod und die Kontinuität des Lebens dar. Ins Auge sticht das große Gemälde
von Alessandro Varotari, genannt „Padovanino“, „Die Wahl des Paris“. Sehr schön
ist das Schachbrett aus Nußbaum, Ahorn und Kirschholz mit den Elfenbeinfiguren.
Der Zinnsaal
Anschließend betritt man den Zinnsaal, so gennant nach einer Zinnteller Sammlung, die unter der Zimmerdecke ihren Platz hat. Der große Kamin aus dem 16em Jahrhundert ist heute noch ausgestattet mit einer Gegengewichtsanlage die, aufgezogen wie eine Uhr, den Grillspieß vor dem Kamin dreht.
Eine Kommode und eine Kredenz vervollständigen diese Einrichtung aus dem 17em
Jahrhundert.
Das Stübchen
Der gemütlichster Raum des Hauses ist dieses Zimmer, wo der Senator und seine
Frau normalerweise speisten. Zwischen den Möbeln fällt die Komode aus dem 17em
Jahrhundert, aus Bergamo kommend, auf. Der Tisch ist mit Wedgewood Geschirr und
mit geblasener Gläsern aus dem 30er bedeckt. Auch das Radio ist aus den 30er Jahren.
Die Küchen
Im ersten Raum der Küche sieht man einen Kamin aus dem 17em Jahrhundert, dem großen Teil der Sammlung wertvoller Kupfergegenstände und Möbel aus dem 17em und 18em Jahrhundert. Auch der Kohlenherd unter dem Fenster ist sehr interessant.
Im zweiten Raum der Küche befinden sich viele seltsame Gegenstände wie zum Beispiel die zwei Oblaten-pressen aus Eisen des 16em Jahrhunderts. Links der Tür hängen Lockenscheren, Dochtscheren und chirugische Säge. Wertvoll sind die Vasen aus Faenza über dem Schrank.
Das Schlafzimmer
Das Bett aus Nußbaumholz ist mit Putten dekoriert und ist aus dem 19m Jahrhundert.
Links des Bettes gibt es ein Klappschreibtisch aus dem 18em Jahrhundert, auf dem
die Werke, von Ugo Da Como geschrieben, zu sehen sind. Auf der Komode liegen zwei
Bilder, die den Senator und seine Frau darstellen. Unter der Karte von der Provinz
Brescias hängt ein Brief, den Giuseppe Garibaldi an den Vater des Senators geschrieben
hat.
Das Schlafzimmer für die Gäste
Man könnte es auch das barocke Zimmer nennen, da die auffällige Bearbeitungen
des Bettes aus dem 17em Jahrhundert
und des Bücherregals der Familie Boscaì. In diesem sind die 400 Inkunabeln (Bücher
gedruckt von Gutenberg bis den 31 Dezember 1500) der Stiftung aufbewahrt.
Das Studierzimmer
Links und Rechts des Schrankes aus Nußbaumholz aus dem 16em Jahrhundert kommend,
hängen zwei Kartonen des brescianischer Mahler Cresseri, der ein Freund des Senators
war. Neben der Tür, durch die ihr in diesem Raum gekommen seid, gibt es eine kleine
Statue aus Bronze. Sie heißt „L’Acquaiolo“ und ist vom neapolitanischer Vincenzo
Gemito.
Der Cerutti Saal In diesem Raum, der heute ein Bureau ist, waren in der Zeit des Senators die
Bücher der Sammlung Cerutti, gekauft in 1912 von Da Como, aufbewahrt. Der lateinischer
Satz auf der Decke, Libris Satiari Nequeo, bedeutet „Ich Kann mich nicht von Bücher sättigen“. Neben dem Schrank, in dem
die 500 Manuskripte der Bibliothek sind, gibt es ein schöner Druck von Lonato.
Die Bibliothek
Sie beinhaltet etwa 52.000 Bücher und besteht aus zwei Sälen. Der erste ist der
„Sala
dellaVittoria“, so genannt nach der Name der Bronzefigur, die eine Kopie der
berühmter geflügelten Siegesgöttin (auf italienisch „Vittoria Alata“) Statue ist.
Das Original ist im römischen Museum in Brescia zu sehen. Dieser Raum ist ausgestattet
unter anderen mit einem Klosterchor und einem Kamin aus dem 16em Jahrhundert.
Hier ist der Großteil der antiken Buchausgaben aufbewahrt. Eine Seltsamkeit ist,
auf dem Tisch unter dem Schaukosten, das kleinste Buch der Welt, in dem der Brief,
den Galileo an Cristina di Lorena schrieb, gedruckt ist.
Der zweite Saal ist der so genannte „Sala Bresciana“. Er enthält Bücher die sich auf die Gebiete Brescias nebst Gardasee beziehen. In diesem Raum befindet sich außerdem ein Bronzemodell das an einem Wettbewerb für das Monument des Eretikers Arnaldo da Brescia teilgenommen hat.
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